Leistungen

Energieeinsparnachweise nach aktueller EnEV

Der Energieeinsparnachweis (früher sog. Wärmeschutznachweis) ist wesentlicher Bestandteil des Bauantrags. Er wird im Zuge der Genehmigungsplanung erstellt. Der Nachweis stellt die energetische Qualität des geplanten Vorhabens wieder und gibt Aufschluss über die Einhaltung der gesetzlichen Mindestanforderungen. Wesentlicher Bestandteil des Nachweises ist dabei die Berechnung des Transmissionswärmeverlustes (Wärmeverluste über die Gebäudehülle) und des Primärenergiebedarfs (Transmissionswärmeverlust in Kombination mit der Anlagentechnik). Der Gesetzgeber regelt, in der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) die  Mindestanforderungen hinsichtlich des Wärmeschutzes am Gebäude und der Energieeffizienz der Anlagentechnik.

Energieberatung

Bei der Energieeinsparung im Gebäude steht im Gedanken das Heizungssystem an erster Stelle, wenn es um mögliche Einsparungen geht. Doch oftmals liegt nicht hier das größte Einsparpotenzial im Gebäude versteckt. Jedes Wohn- und Geschäftsgebäude weißt seine eigenen "Schwachstellen" auf und ist gesondert hinsichtlich dieser zu betrachten.

Als Energieberater stehe ich Ihnen an dieser Stelle mit umfassendem Know-how zur Seite und decke auch bei Ihnen jegliches Einsparpotenzial auf. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle "BAFA" unterstützt Sie hierbei mit der bezuschussten Vor-Ort-Beratung. Der Zuschuss zur Vor-Ort-Beratung wird zur Zeit in einer Höhe von 60% der förderfähigen Beratungskosten; maximal 800€ bei Ein- und Zweifamilienhäusern und maximal 1.100€ bei Wohnhäusern mit mindestens drei Wohneinheiten gewährt. Zentraler Bestandteil der Vor-Ort-Beratung ist die Erstellung eines Beratungsberichtes der je nach Ihrer Interessenlage folgende Schwerpunkte beinhalten kann.

1. Energetisches Sanierungskonzept für eine Sanierung in einem Zuge zum KfW- Effizienzhaus (Komplettsanierung) oder

2. Energetisches Sanierungskonzept für eine umfassende Sanierung in Schritten mit aufeinander abgestimmten Einzelmaßnahmen (individueller Sanierungsfahrplan)

Energieausweise

Was bringt der Energieausweis?

Der Energieausweis trifft Aussagen über den Primärenergie- (Ursprungsenergie, z.B. Erdöl in der Erde) und den Endenergiebedarf (die Energie, die Sie am Haus einkaufen) eine Gebäudes. Daraus ist ablesbar wieviel Energie für Heizen und Warmwasser zum Betrieb des Gebäudes benötigt wird. Das führt zu einer energetischen Vergleichbarkeit der Immobilien auf dem Markt. Der Energieausweis wird bald so selbstverständlich die Energieeffizienz verdeutlichen, wie es bei z.B. Kühlschränken und Waschmaschinen längst Praxis ist. Die Energieausweise sind für 10 Jahre gültig, wenn keine umfassenden Veränderungen vorgenommen werden.

Wärmebrückenberechnung

Eine Wärmebrücke sind Bereiche in Gebäuden, durch die die Wärme schneller nach außen transportiert wird als durch die anderen Bauteile. Man unterscheidet konstruktive, geometrische und stoffliche Wärmebrücken. Im Bereich von Wärmebrücken sinkt bei kalten Außentemperaturen die raumseitige Oberflächentemperatur von Bauteilen stärker ab als in den "Normalbereichen". Bei Unterschreiten der Taupunkttemperatur fällt Tauwasser (Kondenswasser) aus. An Wärmebrücken besteht die Gefahr von Schimmelpilzen. Diese tritt nicht erst bei Tauwasserausfall, sondern bereits bei einer (durch die Oberflächentemperatur bedingten) relativen Luftfeuchte von 80 % an der Bauteiloberfläche auf (div. Schimmelpilze bereits bei 70%). Aufgrund des inneren Wärmeübergangswiderstandes der Wand kann das bereits bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 70 % der Raumluft der Fall sein. Wärmebrücken führen zu höherem Transmissionswärmebedarf und damit zu höherem Heizwärmebedarf / Heizkosten. Um die vorhanden Wärmebrückenverluste und kritischen Oberflächentemperaturen zu minimieren ist es wichtig diese richtig zu planen, nachzuweisen und später auszuführen. Häufig findet man Wärmebrücken in folgenden Bauteilen: z.B. auskragende Balkone, Rolladenkästen, Fensteranschlüsse etc.

Quelle: Wikipedia

Luftdichtheitsmessungen (Blower-Door Messungen)

Mit Hilfe eines Blower Door Tests, auch Differenzdruck-Messverfahren genannt, wird die Luftdichtheit von Gebäuden gemessen. Eine Blower Door Messung ist die perfekte Option, um Leckagen in der Gebäudehülle – z.B. an Fenstern oder Außentüren – aufzuspüren und die Luftwechselrate zu ermitteln. Beim Blower Door Test entstehen Druckdifferenzen, die eine gleichbleibende Windlast auf das zu messende Industrie-, Büro- oder Wohngebäude simulieren.

Blower Door Test: Vorteile der Luftdichtheit im Wohnungsbau

Die erfolgreiche Durchführung eines Blower Door Tests sowie die professionelle Auswertung der erhobenen Messdaten bringen vielerlei Vorteile für Wohnungs-, Gebäude- und Hausbesitzer. Neben einer Reduzierung des Heizenergieverbrauchs führt ein Blower Door Test auch zu einem sommerlichen Wärmeschutz, der Vermeidung von Zugerscheinungen und einer Verbesserung der Luft- und Wohnqualität für Allergiker. Weiterhin sind ein verbesserter Schallschutz, die Vermeidung von Bauschäden sowie optimale Betriebsbedingungen für Lüftungsanlagen zu nennen.

Zu empfehlen: Ein Blower-Door Test während der Bauphase, als Qualitätskontrolle,  um evtl. vorhandene Leckagen nach zu bessern und spätere Bauschäden zu vermeiden!

Gebäudethermografie

Die Thermografie ist ein bildgebendes Verfahren, das Infrarotstrahlung sichtbar macht. Bauthermografie wird z.B. zur Überprüfung der einwandfreien Wärmedämmung von Gebäuden oder zum Aufspüren von Wärmebrücken eingesetzt. Auch zur Leckagesuche ist die Thermografie sehr gut geeignet. Mithilfe der Thermografie können auch sog. kritische Oberflächentemperaturen (unter 12,6°C) festgestellt werden, die u.U. zur Schimmelbildung führen kann. Es lassen sich Fehler in der Bauausführung eindeutig nachweisen. Manchmal wird eine thermografische Untersuchung der Gebäudehülle mit einer Luftdichtigkeitsprüfung (Blower Door-Test) verbunden.

Weiter Informationen finden Sie hier:

Fördemittelberatung (KfW und Bafa)

Der Förderjungle ist sehr groß, unübersichtlich und ständig verändern sich die Bedingungen. Die wichtigsten Fördermittelgeber im Bereich von Neubauten oder energetischen Sanierungen sind die KfW Förderbank und das Bafa (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle). Gerne beantworte ich Ihnen Ihre Fragen rund um die Fördermittelmöglichkeiten an Ihrem Objekt.

Hinweis: Im Rahmen einer Sanierung Ihres Gebäudes zu einem Effizienzhaus oder bei Einzelmaßnahmen(KfW Förderbank) ist ein sog. Sachverständiger der Energieeffizient Expertenliste hinzu zuziehen.

Weitere Informationen:

Über mich

  • Staatl. geprüfter Bautechniker
  • Gebäudeenergieberater
  • Zugelassener Bafa „Vor-Ort“ Energieberater (Bafa – Beraternr. 175754)
  • Zugelassener KfW Sachverständiger (Energie-Effizienz-Experte)
  • Zertifizierter „Coach kommunaler Klimaschutz“
  • TÜV- Zertifizierter „Blower- Door Messdienstleister (TRA)“

Sebastian Retzler

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Sebastian Retzler Energieeffizienz und Bauphysik Kurzenbach 15 55743 Idar-Oberstein